Bin ich schön?

 

Wenn ich heute zurückdenke, habe ich in meinem Leben schon ziemlich viel Geld für Kleidung und irgendwelche Schönheitsprodukte ausgegeben. Gerade in jüngeren Jahren mussten es die hippsten Klamotten und die stylishste Frisur bzw. Haarfarbe sein. Das war das, worüber ich dachte, mich definieren zu müssen oder auch zu können.

 

 

Falls du gerade ins Schmunzeln geraten bist, weil du dich auch darin erkannt hast, dann würde ich dich jetzt am liebsten bitten, ob du auch noch ein paar Schnappschüsse aus dieser Zeit hast, die du hier posten kannst.

 

 

 

Zum Glück bin ich nicht allein mit diesem Verhalten (gewesen), denn sonst hätten die Mode- und Kosmetikindustrie nicht solche Erfolge. 😉

 

Aber was genau macht denn nun Schönheit aus?

Ist dies einzig und allein eine Frage des Äußeren? Gut, das ist wohl eher eine rein rhetorische Frage, denn das es um mehr geht, wissen wir wohl eigentlich alle.

 

 

Wie hat Joubert Botha es so schön gesagt: „Schönheit beginnt im Kopf und nicht im Spiegelbild“.

 

Gibt es etwas das du als Schönheitsmakel an dir empfindest?

Seien es Narben, Segelohren, Leberflecke etc. – wir Menschen finden wohl immer etwas, das vermeintlich nicht dem Schönheitsideal entspricht.

 

Bei mir waren es immer meine Sommersprossen. Wie oft habe ich mich gefragt, warum ausgerechnet ich diese Dinger bekommen musste. Es sei doch so viel schöner eine ebenmäßige elfenbeinähnliche Haut zu haben.

 

Doch was half mir diese Einstellung?

 

Es gab nur 2 Optionen für mich:

  • Unter Tonnen von Makeup die Sommersprossen verstecken oder
  • mit ihnen leben zu lernen.

An eine dritte Option (sie lieben zu lernen) war damals überhaupt noch nicht zu denken.

 

Sich selbst schön zu finden, hat sehr viel zu tun mit sich selbst lieben zu lernen, mit all seinen Eigenarten, „Schönheitsmakeln“ und Charakterzügen.

 

Glaubst du, dass du nur liebenswert bist, wenn alles an dir passend und schön ist?

Wie viele Menschen hast du in deinem Umfeld, die nicht perfekt sind und die du (trotzdem) in dein Herz geschlossen hast? Vermutlich sehr viele, denn entweder übersiehst du die vermeintlichen Makel, weil sie dir nicht wichtig sind oder du liebst die Menschen gerade aufgrund ihrer Makel.

 

 

Doch warum fällt es uns bei anderen Menschen so leicht und bei uns selbst macht es dein Eindruck eines fast unerklimmbaren Berges?

 

 

 

Wahrscheinlich sind wir alle wahre Meister in der Selbstkritik, doch es geht nicht nur darum sich kritisch mit sich selbst auseinanderzusetzen, sondern sich auch anzunehmen, ohne dass das Eine gleich das Andere ausschließt.

 

Kleiner Exkurs zu den Sommersprossen

Um noch einmal auf das Thema Sommersprossen zurückzukommen. Mir ist eines Tages aufgefallen, dass sich nie jemand abfällig über meine Sommersprossen geäußert hat oder ich habe es zumindest nicht mitbekommen.

 

 

Weshalb bin ich also auf die Idee gekommen, dass meine Sommersprossen irgendwie nicht passend sind?

 

 

Es hat doch einen gewissen inneren Reifegrad gebraucht, bis ich hinter diese Erkenntnis gekommen bin, doch hat mir tatsächlich gerade dies schon ein Stück weitergeholfen.

 

Den richtigen Sprung in der Selbstakzeptanz habe ich jedoch gemacht als ich mich getraut habe, über dieses Thema zu sprechen und ich in Gesichter geschaut habe, die voller Unverständnis diesbezüglich waren. Denn kein Mensch außer mir hat meine Sommersprossen je in Zusammenhang damit gebracht, ob ich liebenswürdig sei oder nicht.

 

 

Lass dich durch deine vermeintlichen Makel nicht davon abhalten ein großartiger Mensch zu sein, der es wert ist geliebt zu werden und der sehr viel Liebe zu geben hat.

Falls du dann doch noch einen kleinen Anschub brauchst, habe ich hier ein paar schöne Affirmationen für dich.

  •  Ich bin ein wertvolles Unikat, einzigartig und unverwechselbar.
  •  Ich öffne mich meiner eigenen Schönheit.
  •  Ich bin wundervoll, mit allen Gedanken und Gefühlen, so wie ich bin!

 

Und jetzt steh bitte auf, geh zum Spiegel, schau hinein und sage „Man bin ich klasse“ oder so etwas Ähnliches. 😉

 

 

 

Alles Liebe

 

Deine Susanne

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Anja (Freitag, 30 August 2019 21:54)

    Du sprichst mir aus der Seele Susanne, genauso habe ich es auch bei mir, mit den Sommersprossen empfunden, in meiner Jugend.
    Dabei hat meine Oma früher schon gesagt "Ein Gesicht ohne Sommersprossen, ist wie ein Himmel ohne Sterne !"
    Und Sie hatte ja so recht �.
    Ich habe nie schlechtes erfahren.
    Ganz im Gegenteil, nur Komplimente.
    Und das Gute ist, man wirkt jünger�.
    Lieben Gruß

  • #2

    Susanne Kruse (Samstag, 31 August 2019 13:48)

    Liebe Anja,
    danke für deinen lieben Kommentar und die Ähnlichkeiten.� Lass uns mit unseren Sommersprossen die Welt erfreuen.