Du hast das längst verstanden. Du weißt, wo deine Grenze verläuft, du weißt, welche Aufgaben dich leer zurücklassen, du weißt, wann du dir selbst nicht folgst.
Und dann kommt der Moment, und das Verstandene ist nicht zur Stelle.
Ein paar Wochen später sitzt du wieder in derselben Sache. Du erkennst sie sofort, diesmal früher als beim letzten Mal, und trotzdem hat es dich wieder erwischt.
Das ist kein Rückfall und kein Mangel an Ernsthaftigkeit. Eine neue Ordnung hat am Anfang keinen festen Bestand. Etwas, das jahrelang an einer Stelle lag, fühlt sich am neuen Platz zunächst unbequem an. Es bleibt dort nur, wenn ringsum genug steht, das es hält. Wer das allein versucht, richtet eine Sache und findet drei Wochen später alles verrutscht.
Deshalb gibt es die Haltepunkte.
Vier Mal im Jahr halten wir an derselben Stelle an. Wir sehen uns an, was seit dem letzten Mal geschehen ist, wo die neue Ordnung gehalten hat und wo sie nachgegeben hat, und was ringsum noch fehlt, damit sie stehen bleibt. Über ein Jahr entsteht so etwas, das ein einzelnes Gespräch nicht erzeugen kann: Beständigkeit.
Woran du merkst, dass es wirkt, ist unspektakulär. Die Sache kommt weiterhin, du bemerkst sie nur früher. Was dich vor einem Jahr einen ganzen Tag beschäftigt hat, ist nach einer Stunde sortiert. Was du früher hinterher erkannt hast, erkennst du währenddessen.
1.890 Euro inkl. MwSt für das Jahr.
Sie sind keine laufende Begleitung. Zwischen den Gesprächen liegen Monate, und das ist so gewollt. In dieser Zeit passiert das Eigentliche, nämlich der Alltag, in dem sich zeigt, was hält.
Sie sind auch kein Einstieg. Wenn du noch nicht weißt, was bei dir gilt, gibt es hier nichts zu halten.
Wenn dir die Sprache für dein eigenes Entscheiden fehlt, beginne mit einem Reading.
Wenn du gerade viel ausprobierst und nicht weißt, was du daraus schließen sollst, gehört das in die Klärung der eigenen Rolle.
Schreib mir, was bei dir immer wieder zurückkommt. Wir klären vorab, ob ein Jahr der richtige Rahmen ist.